Ist das Fell der Leoparden mit seinen dunklen Klecksen auch noch so anmutig und königlich, sind sie auf unserer Haut doch eher weniger erwünscht. Leider tritt die Überpigmentierung mit fortschreitendem Alter höchstwahrscheinlich bei fast jedem von uns irgendwann einmal auf. Obwohl es auch weiße Pigmentstörungen (Vitiligo) gibt, gehen wir mit unserem heutigen Artikel nur auf Hyperpigmentierung ein, also die braunen Flecken, die durch zu viel Ausschüttung des pigmentbildenden Stoff Melanin in unseren Zellen entstehen.

Wer kann von Hyperpigmentierung betroffen sein?

Grundsätzlich kann eine Hyperpigmentierung entweder angeboren sein oder im Laufe des Lebens auftreten. So sind Sommersprossen und Muttermale eine Form der angeborenen Überpigmentierung.
Treten braune Pigmentstörungen jedoch im Laufe des Lebens auf, hat dies meist folgende Auslöser:

  • mechanische Einflüsse durch Druck oder Reibung (Achtung an alle “Pickelausdrücker”)
  • Kälte oder Wärme
  • Kosmetika, die ohne nachfolgenden Sonnenschutz aufgetragen werden (AHA, BHA, PHA, Vitamin A, etc.)
  • Laserbehandlungen (wie z.B. dauerhafte Haarentfernung), nach der anschließend für längere Zeit kein Sonnenschutz mit mindestens LSF 50 aufgetragen wurde
  • Hormonelle Veränderungen, besonders durch Östrogen bei Einnahme der Antibabypille oder während einer Schwangerschaft
  • Alterungsprozess

Grundsätzlich lassen sich aufgrund dieser potentiellen Auslöser folgende Betroffenen-Gruppen herausarbeiten:

Hyperpigmentierung durch Akne oder Hautunreinheiten

Hattest Du Akne oder Hautunreinheiten und stellst nun fest, dass Dein Hautton auch nach ihrem Abheilen nicht mehr einheitlich ist? Das mag in Deiner momentanen Situation unangenehm sein, hat aber den großen Vorteil, dass es sich gut regenerieren lässt. Meist in einem Zeitraum von 12-24 Monaten.
Wahrscheinlich sind Deine bräunlichen Verfärbungen ohne Sonnenenbaden so gut wie nicht zu erkennen, sobald Dich nun aber die Sonne küsst, treten marmorierte Muster auf Wangen oder Stirn auf. Was kannst Du dagegen tun?

  1. Reinige Dein Gesicht regelmäßig mit einer AHA-haltigen Reinigung (am besten Glykolsäure).
  2. Verwende mehrmals pro Woche ein Serum gegen Pigmentveränderungen, z.B. mit Koijic Acid (aus einem japanischen Pilz gewonnen) oder auch Retinol (Vitamin A). Wenn Du einen Needle-Roller zum Anrauhen verwenden möchtest, solltest Du weder Couperose noch Rosazea haben.
  3. Führe häufiger eine Microdermabrasion durch, entweder bei einem Dermatologen, einer Kosmetikerin oder auch regelmäßig zu Hause.
  4. Lasse 1-2 Mal ein chemisches Peeling bei einem Dermatologen oder einer Kosmetikerin vornehmen.
    Trage jeden (!) Tag Sonnenschutz mit min. LSF 30, Sommer wie Winter

Mit ein wenig Geduld und Beharrlichkeit wird Dein Hautbild ebener und die Marmorierung verschwindet. Simone kann es Dir als Begründerin unserer Hautpflege-Bewegung die Wirksamkeit dieser Maßnahmen bestätigen. Nach zwei Jahren konsequenter Pflege hat sie fabelhafte Ergebnisse erzielen können.

Hyperpigmentierung durch zu wenig Sonnenschutz

Deine Haut war eigentlich immer ebenmäßig pigmentiert ohne auffallende Verfärbungen, doch plötzlich tritt im Sommer an Kinn, Stirn oder auf den Wangen ein größerer Pigmentfleck (mindestens Münzengröße) auf. Was tun?
Bist Du eine Frau, solltest Du bei der ersten Verfärbung unbedingt einen Dermatologen aufsuchen und untersuchen lassen, ob es sich nur um eine einzige lokale Verfärbung oder den Beginn von Melasma durch Östrogen handelt.
Ist das abgeklärt, kannst Du Deinen Pigmentfleck lokal behandeln durch:

  1. Sonnenschutz im Sommer wie auch Winter! Bitte beachte, dass UVA-Strahlung auch durch Fensterscheiben und Bewölkung dringt und ihr Einfluss nicht zwangsläufig zur Bräunung führt.
  2. Einen Reinigungsschaum/-gel mit AHA, am besten Glykolsäure
  3. Die lokale Anwendung von einem Vitamin A Serum oder Kojic Acid 1-2 mal pro Woche, gerne auch in Kombination mit einem Needle-Roller an dieser Stelle.
  4. Wenn Du das Budget hast: Lass 3-4 mal eine Microdermabrasionsbehandlung bei einem Dermatologen oder einer Kosmetikerin vornehmen.
    Lokale Laserbehandlung bei einem Dermatologen

Hyperpigmentierung durch Hormone (Melasma)

Melasma sind größere Verfärbungen auf Stirn, Wangen oder Oberlippe. Die häufig symmetrisch auftretenden landkartenartigen, braunen Flächen sind meist durch starke Hormonveränderungen wie Schwangerschaft oder hormonelle Verhütungsmittel verursacht. Leider gehen sie oft auch nach Ende einer Schwangerschaft oder dem Absetzen der Medikamente nicht vollständig zurück, je nach Tiefe des Pigments. Bedauerlicherweise lässt sich Malesma nur schwer behandeln und bis heute gibt es kein pauschales Erfolgsrezept. Es sei jedem nahe gelegt, bei Melasma einen Arzt zu konsultieren. Ein sehr hoher Lichtschutzfaktor und der verantwortungsvolle Umgang mit Sonnenstrahlung sind die halbe Miete. Aber auch Pflegeprodukte mit aufhellenden und sanft schälenden Inhaltsstoffen verbessern in jedem Fall mit ein wenig Geduld (6-12 Monate) das Hautbild. Wir empfehlen besonders Fruchtsäuren, Kojic Acid und Präparate auf Vitamin-A-Basis wie Retinol. Dermatologen werden oft von Laserbehandlungen für Melasma abraten, weil sie wenig Erfolg oder sogar mehr Schaden bringen können.

Für alle anderen, die noch keine Pigmentstörung haben, toi toi toi! Wir raten trotzdem: verwendet wirklich jeden Tag, 365 Mal im Jahr Sonnenschutz. Better save than sorry.

// Euer LEZAY Team